Donnerstag, 20. November 2014

Ausflüge in die Dreidimensionalität. [24]

...incoming message!

Ohne viel Federlesen und Wortschwall hier ein paar star-trekige Anheizer für die Sachen, die in dieser Rubrik neben anderen Bildwerken noch folgen werden. Einiges ist in der Leitung, anderes ist endgültig gestrichen und wie immer lauern genug Ideen hinter der nächsten Gedankenecke...

Mal sehn, was draus wird...

...es besteht Modifikationsbedarf!
Es bleibt kryptisch: B-24-CLN
Flug in eine vergessene Ära.
(D.P.)

Mittwoch, 12. November 2014

Duftende Wortmarken. [Level 2]

"Holen Sie alles raus, was drin ist..."
Es geht weiter mit der reduzierten Wortmarkengeschichte. Heute zeige ich prototypische Satzbeispiele, die die beispielhaft hier präsentierten Wortmarken-Experimente in Kombination mit anderen, harmonisierenden Gestaltungselementen zeigen. Ziel ist nicht die Präsentation von konkreten Inhalten, sondern das Exerzieren von Möglichkeiten, die sich aus den selbstgestellten Vorgaben ergeben.
Farbigkeit spielt hierbei erstmal keine Rolle – das Zusammenspiel zwischen Helligkeit, Kontrasten, Formen, Flächen und Schriften steht im Zentrum der Übung. Das warme Grau, das hier Verwendung findet, ist ein abgestuftes 100|100|100|0-Schwarz, mit dem sich virtuell herrlich tricksen lässt. Da im Gestalteralltag nur selten mal die Möglichkeit besteht, layouttechnisch und grafisch so richtig die Sau raus zu lassen, weil eher konservative Tristesse vorherrscht, dient dieses kleine Projekt als Spielwiese für noch weiterführende Experimente, die sich – das liest sich anfangs grotesk – mit einem massiven Einsatz minimalster Mittel maximalen Effekt erzielen sollen. Daß ich nicht der ultimative Typo-Hipster bin, mag einiges des hier gezeigten möglicherweise altbacken wirken, aber die Themen Lesbarkeit und Ausgewogenheit sind und bleiben wichtiger, als irgendwelche Sperenzchen, die zwar auf den ersten Blick prima sind, später aber nur noch nerven, weil sich die Rezipienten im Wirrwarr verlieren.
(Fortsetzung folgt)

(D.P.)

Sonntag, 9. November 2014

Tödliche Liebesgrüße aus Aschersleben!

Bombthreat live im Metalschuppen Leipzig 08.11.2014

Veni, Vidi, Vici!
Eigentlich bin ich kein Konzert- oder Festivalgänger... Aber wenn ausgerechnet die Band live spielt, für die man das letzte Album-Cover und andere Gestaltungsarbeiten übernommen hat, kann man nicht einfach wie so oft nein sagen. Außerdem trat der ascherslebener Fünfer auch noch innerhalb des erträglichen Einsatzradius im leipziger Stadtgebiet auf und so war der Abend reserviert und fett rot angestrichen im Kalender! Hurra: Ein paar Bier, gute Laune und menschenverachtende Untergrundmusik im subversiveren Teil von Leipzig-Connewitz, genauer gesagt: Stockartstraße, Metalschuppen!

Meet and Eat!

Die Lokalität besticht durch eine sehr kompakte, räudig-improvisierte Atmosphäre, das Bier ist billig und wird in Flaschen ausgeschenkt und man darf überall rauchen – herrlich! Bei meiner Ankunft am Ort des Geschehens (Straßenbahnfahrten sind auch nicht mehr das, was sie mal waren – aber das ist eine andere Geschichte), musste ich erstmal den Eingang finden und wurde zum Ziel geleitet durch die Frau, die sonst meine Haare stutzt und agile Hälfte des Bombthreat-Bassisten ist. Endlich angekommen! 5,-€ Eintritt bezahlt, Bändchen ums Handgelenk gewurschtelt bekommen, Bier geöffnet, Sanitäreinrichtungen inspiziert, eine geraucht...herrlich! Es folgten 70 Minuten Warten und Quatschen und meet and Eat...äh, greet mit den restlichen Bombthreat-Mitgliedern, Soundcheck und erwartungsvolles Harren auf den Auftritt.
Dann war es soweit: Bombthreat enterten die Mini-Bühne und legten publikumsnah los. Scheiße war das laut – herrlich! Der Schwerpunkt der Setlist lag auf Titeln des letzten Albums "Back from Oblivion" und die Herren ließen es sich nicht nehmen auch ein Kleinod aus früheren Zeiten zu intonieren: D-Day. Ein absoluter Brüller war dann das vielfach geforderte "Innards on Tray" – die anwesende Bombthreat-Gefolgschaft brüllte mit und mir klingeln jetzt noch die Ohren! Wer hätte gedacht, daß in einem hühnerstallgroßen Kabuff so die Post abgehen kann!? Danke dafür Bombthreat und Metalschuppen!

Innards on Tray!
Fazit.
Kurz gesagt: geiler Abend! Auch wenn es mich bisher höchst selten in diesen "verrufenen" Teil Leipzigs zog, ist die Ecke dort einen Ausflug wert! Bei der aktuellen Stadtentwicklung (Stichwort "Hypezig") bleibt einem nur zu hoffen, daß dieser und all die anderen untergründigen Orte und die sie gestaltenden Idealisten nicht den Gierschlunden und Gleichmachern zum Opfer fallen, die drauf und dran sind aus Leipzig ein zweites Berlin machen zu wollen.

(D.P.)

P.S.: Danke an Bombthreat für die CD!