Dienstag, 27. Januar 2015

Schlüpfrig & obszön. [18]

Greetings from Black'nWhite-Castle. (Vol.1)

Es geht heiß her! Im Gegensatz zum letzten Jahr, brummt das Geschäft bisher und es bleibt nur wenig Zeit für kleinkünstlerische Dinge. Und weil es fix gehen soll, eröffne ich an dieser Stelle eine Serie in der Serie und die "Schlüpfrig & obszön."-Reihe bekommt quasi schwarz-weißen Nachwuchs.
Zur Machart ist nicht viel zu sagen: Ein nahezu jungfräuliches neues Skizzenbuch, abendliche Kontemplation gepaart mit Bleistiftvorzeichnungen und einer Ausführung mit schwarzem Tintenroller erzeugen einfache, aber wirkungsvolle Machwerke. Inhaltlich bleibt es bei der Devise: "Keine Kommentare!"
Kollegin S.V. hat übrigens einen Teil der Bilder dieser farblosen Reihe als Weihnachtsgeschenk entgegengenommen, und das eine oder andere Motiv habe ich auch schon in sehr individuellen Kalendern genutzt – die entsprechenden Personen werden das eine oder andere Motiv wiedererkennen. 
In Zukunft folgen weitere Ergüsse dieser Art, wobei ich etwas experimentierfreudiger werden möchte bei den Darstellungen. Die heute und hier präsentierten Bilder sind also ein Anfang...

Lounge.
Kettenreaktion.
(D.P.)

Donnerstag, 22. Januar 2015

Überdruckventilation. [3]

Quo vadis?

"In die innere Emigration auf der Couch!" – So hätte ich wohl geantwortet, wäre ich gefragt worden angesichts der Demonstrationen gestern Abend in Hype-...äh, Leipzig. Aber wische ich den Zynismus beiseite, müsste ich zugeben, daß es doch meine pathologische Abneigung gegenüber großer Menschenmengen ist, die mich hinderte mich einzureihen in die Scharen der Gegendemonstranten... Ja, richtig gelesen: Ich mag LEGIDA nicht! Und wer jetzt wieder die Differenzierungskeule schwingen möchte und behauptet, daß da nicht nur Faschos sondern auch besorgt-verängstigte Bürger mitmarschieren, kann lamentieren wie er möchte und gern einen bunt angemalten Kothaufen probieren – sieht zwar delikat aus, schmeckt aber immernoch nach dem was es ist: braune Scheiße. Denn die, die sich dort einreihen, machen sich gemein mit den Geisteshaltungen ewig gestriger, tiefbrauner Ideologen auf Rattenfang. 

Stadtmarketing 2.0
"Wir haben Angst!" – Wovor? Daß morgen alle ein Kopftuch tragen müssen, Schweinefleisch abgeschafft und die Scharia eingeführt wird? Und was kommt als nächstes? Angst vor Mischgemüse? Demos gegen Suppengrün?
Spaß beiseite: Absurde Forderungen, resultierend aus subjektiven Ängsten führen erfahrungsgemäß immer zu Angst bei den anderen, die dann dagegen aufstehen. Das ist ein Teufelskreis. Und denkt man die diffus-kruden Ideen der LEGIDAisten weiter, kann einem wirklich Bange werden – denn extremistische Strömungen leben bekanntlich vom Schüren von Ängsten und man muss sich nur mal das Szenario vorstellen, würde man diesen Verirrten das Ruder überlassen. In meiner Phantasie liefe das auf ein Szenario à la "ABSUNÄBESÜBO – Angstbürger sucht nächstbesten Sündenbock" hinaus.

"Gewalttätige Extremisten gibt's aber auch bei den Gegendemonstranten..." – Sicher. Akzeptiert. Aber Arschgeigen gibt's bekanntlich überall – eine nächtliche Straßenbahnfahrt dient zur hinreichenden Verifizierung. 
Es stellt sich nur die Frage, warum die Gefahr von Links, gerade nach NSU und Co., bis heute (gerade in Sachsen) als gefährlicher bewertet wird, als die latente, manifeste Gefahr von Rechts. In Sachsen existieren Landstriche und Provinzen, die fest in brauner Hand sind – von den faschistoiden, xenophoben Geisteshaltungen in den Köpfen ganz zu schweigen. 

"Fährt überhaupt nochwas?" – Nein. Gestern ging ab Nachmittag in Leipzigs Innenstadt so gut wie nichts mehr: die Geschäfte in der City geschlossen, der ÖPNV wurde eingestellt oder umgeleitet, der Innenstadtring war wie leergefegt. Fahrrad oder Fußmarsch blieben als zielführende Fortbewegungsmittel übrig. 
Hat sich mal einer Gedanken gemacht, was das für Leipzig bedeutet, wenn das wie von den LEGIDeppen angekündigt, jeden Mittwoch stattfinden soll? Wäre ich ein Tourist, würde ich es mir nach den gestrigen Ereignissen zweimal überlegen, dieser sonst so schönen Stadt einen Besuch abzustatten. Und auch als Mensch, der schon von den erzkonservativen und polternden Hinterfotzigkeiten seiner (vorallem einsamen, älteren, männlichen) Mitbürger genug im Alltag gegeißelt wird und aus persönlichen Gründen nicht zu Großdemonstrationen geht, stellt sich die alles entscheidende Frage: Wohin soll das noch führen?

(D.P.)

Mittwoch, 14. Januar 2015

Selbstgeschenk...


Fast wie Weihnachten!
...dem Kind im Manne.

Blister Blaster!
Blisterschneewittchen 2.0
Hält ohne Klebstoff!
Hach ja! Die derzeitige Wiederholung aller Episoden von Star Trek TNG in der remasterten HD-Version im werbefinanzierten Fernsehen lässt mich ja schon seit geraumer Zeit heimlich frohlocken, sofern es die Lust und Gelegenheit zulässt. Und bei "Genuss" der sonst so störenden Werbeblöcke wurde eine Sammlung von Raumschiffmodellen angepriesen: die offizielle Star Trek Raumschiff-Kollektion von Eaglemoss®.
Schöne Kurven!
Der Teufel steckt im Detail!
Ich bin zwar nicht der ausgemachteste Sammler von Irgendwas – außer vollgeklierter Skizzenblätter – aber die Erstausgabe für nur 4,95€ konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Inhalt des zum Anfixen des sammelwütigen Nerds gedachten ersten Pakets ist dazu noch die Enterprise-D! 
…död, död dööö...
Und was soll ich sagen: das Teil ist knapp 14cm lang, wird geliefert mit passendem Ständer, ist detailreich bemalt und wiegt dank Metallguss auch noch ordentlich was! Für diese Größe ein auf den ersten Blick beeindruckendes und gut gemachtes Modell, das in jede bunt gefüllte Vitrine passt, kaum Platz wegnimmt und den ScienceFiction-Freund erfreut! Auf dem zweiten Blick fallen zwar die einen oder anderen Fehlerchen auf, die aber nur den pedantischen Geek und Kenner auf die Palme bringen würden und mit Sicherheit der Produktionsmethodik geschuldet sind. Ich nenne der Vollständigkeit aber mal ein paar der Sachen, die nicht ganz korrekt ausgeführt sind:
  • die Struktur auf der Oberseite der Untertassensektion, die auch die Hauptbrücke verbirgt, ist etwas zu prominent geraten und sollte flacher geformt sein
  • die Endungen der Warpantriebsgondeln sind in der Draufsicht zu rund geformt
  • die Plasmagitter und die rotleuchtenden Bussardkollektoren sind etwas zu schmal bzw. klein
  • der Hauptdeflektor weist zuviel Struktur auf und müsste glatter sein
Ich könnte die Liste fortsetzen, aber will mal nicht so sein...
Mein Fazit: Da bekommt man für sein Geld was geboten – zumindest bei diesem Modell. Im Gegensatz zu dem Modell, was da als nächstes erscheinen wird (die Kinofilm-Enterprise) sind zum Beispiel die Schildgitterlinien nicht als unsinnige Rillen auf der Oberfläche ausgeführt, sondern werden quasi kaum sichtbar wiedergegeben. Die Gesamtwirkung ist tatsächlich so wie sie sein sollte – ein schönes Abbild der organischen Struktur, die dieser Enterprise zu Grunde liegt.
Das mitgelieferte Begleitheft ist zwar für den Laien schön anzusehen, strotzt aber vor vielen kleinen Schlampigkeiten, Ungenauigkeiten und Fehlübersetzungen der englischsprachigen Originalsammlung, die schon seit 2012 in den USA erhältlich ist und mittlerweile um die 50 Modelle umfasst. Die Qualität der Modelle soll wohl von Ausgabe zu Ausgabe schwanken, wobei ich wahrscheinlich nur noch ausgewählte Exemplare erwerben würde und nicht die komplette Kollektion. Auf meiner Wunschliste stehen – das muss mal erwähnt werden – folgende Modelle: USS Defiant, der romulanische Warbird und der klingonische Bird of Prey. Ach ja: persönlich hätte ich mir ja als erstes Modell die Original-Enterprise aus den 60ern gewünscht...aber auf dieses Modell müsste man wohl noch ne Weile warten...

(D.P.)